(cse)Die Geschichte der Freien Wähler in Gaiberg ist verhältnismäßig jung. Ehrenbürger und langjähriger Vorsitzender der Freien Wähler, Reinhold Müller, zog 1956 über eine damals aufgestellte Einheitsliste in den Gaiberger Gemeinderat ein. Die Ortsgruppe kam ab 1959 zusammen. Wie überall im Ländle wollte man sich ohne Parteiideologie in der Kommunalpolitik engagieren. Reinhold Müller, Ludwig Müller, Heinrich Quaty, Erich Schell, um nur einige zu nennen, waren solch liberal denkende Männer, die ihren Wählerauftrag im Gemeinderat umsetzten. Die Fraktionssitzungen fanden häufig in den Wohnzimmern der damaligen Gemeinderäte statt. 1974 war die Zeit der Einheitsliste zu Ende. Die politischen Gruppierungenin Gaiberg traten getrennt zu den Gemeinderatswahlen an. Das war mithin ein Grund, dass der Ortsverband 20 Jahre nach seiner Gründung auf Anraten des damaligen Landesvorsitzenden Heinz Hohmann dem Landesverband als korporatives Mitglied beitrat. Peter Kauffmann folgte Reinhold Müller als erstem Vorsitzendem. Erstmals beteiligte sich die FWV Gaiberg an Kreistagswahlen und schickte dazu Fritz Wuerz und Peter Kauffmann ins Rennen. 1991 entschloss sich die Ortsgruppe als eingetragener Verein zu fungieren und ließ sich beim Amtsgericht registrieren. Mittlerweile hatte Wolfgang Fritsch die Amtsgeschäfte übernommen. Unter seiner Aegide schafften es die Freien Wähler, vier Sitze im Gemeinderat zu erobern. Harry Ebert folgte 2005 als weiterer Vorsitzender. Seit 2009 leitet Christl Speth-Erhardt die Geschicke des Vereins. Dieter Sauerzapf leitet ab 2017 die Freien Wähler.

Mit sieben Mitgliedern gegründet ist der Verein auf über 20 Mitglieder angewachsen. In über 50 Jahren seines Bestehens sind die Freien Wähler stets im Gemeinderat vertreten. Parteiungebundene Bürgerinnen und Bürger wirken in der Kommunalpolitik mit und leisten ihren Beitrag zur demokratischen Verwaltung ihrer Gemeinde. Die FWV Gaiberg korrespondiert derzeit lebhaft mit ihrem Landesverband, und die zur Zeit amtierenden Gemeinderäte der Freien Wähler setzen ihren Wählerauftrag mit größter Sorgfalt in die Tat um.


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